Wie man verschiedene Lichtschalter anschließt

Vergessen Sie nicht, dass das Werken an elektrischen Anlagen lebensgefährlich sein kann. Deswegen weisen wir Sie darauf hin, dass die Artikel mit Erklärungen keine vollständige Installationsanleitung sind. Auf dieser Seite erhalten Sie nur Tipps, Rat und Anregungen.

Lichtschalter anschließen

Der Lichtschalter dient im Hausbereich für den Lichtstromkreis. Mithilfe des Schalters wird er ein- oder ausgeschaltet. Es gibt verschiedene Funktionen und Bauformen für die Lichtschalter, wie zum Beispiel für Aufputzausführungen, sowohl für feuchte als auch für trockene Räume. Von der Funktion her sind die Schalter im Wohnungsbereich bei den Grundschaltungen alle gleich. Die Hersteller bieten bei einem erhöhten Ausstattungsniveau ein breites Spektrum an funktionellen Möglichkeiten der Installationsanlagen und befriedigen somit so ziemlich alle technischen Wünsche.

Den richtigen Lichtschalter für die passende Schaltung einrichten

Im Hausbereich sind in der Elektroinstallation meist diese Grundschaltungen zu finden:

  • Ausschaltung
  • Kreuzschaltung
  • Wechselschaltung
  • Tasterschaltung
  • Serienschaltung
  • Doppelwechselschaltung
  • Schaltung mit Bewegungsmelder

Lichtschalter – Ausschaltung

Für den Betrieb der Lichtschalter wird meist ein Ein/Aus-Kippschalter verwendet. Dieser Ausschalter weist zwei Klemmen auf. Eine Klemme ist für den Leiter, der den Strom führt, und die zweite ist für den Draht, der zur Lampe führt.

Der Wechselschalter wird oft als Ausschalter eingesetzt. Oft trifft man ihn in Räumen, die einen Schalter für eine Lampe oder eine Leuchtgruppe haben.

Eine Form der erweiterbaren Schaltungen ist die Ausschaltung mit Kontrolllicht. Solche Schalter werden überwiegend dann benutzt, wenn das Licht von außen ein- und ausgeschaltet wird. So sieht man an dem Schalter schon, in welchem Zustand das Licht sich befindet, ohne die Tür aufmachen zu müssen, um das zu überprüfen. Das ist praktisch in Räumen, bei denen der Schalter außen ist. Der Kontroll-Wechselschalter hat dazu eine N-Klemme (Neutralleiter).

Lichtschalter mit Wechselschaltung

Betrieben wird dies mit zwei Wechselschaltern, die drei Klemmen haben. Der eine dient für den Lampendraht (P oder L Klemme) und zwei weitere Klemmen für das Pendant (Pfeil-Klemmen). Die beiden Wechselschalter werden mit den zwei Drähten verbunden.

Solche Art von Schaltung trifft man oft in Räumen, wo für eine oder mehrere Leuchten zwei Schalter benutzt werden.

Lichtschalter mit Serienschaltung

Diese Schaltung wird mit einem Serienschalter mit zwei getrennten Schaltkontakten betrieben.  Die Schaltkontakte aber wiederum werden nur mit einer Phase betrieben. Somit hat so ein Schalter drei Klemmen.

Eine für die Phase (Klemme L oder P) und eine für Verbraucher (Pfeil Klemmen). Zum Einsatz kommen sie in Räumen mit zwei Verbrauchern, die von einer Schaltstelle aus betrieben werden, wie zum Beispiel im Bad, bei Deckenleuchte oder Wandleuchte.

Lichtschalter mit Kreuzschaltung

Betrieben wird es mit einem Kreuzschalter und zwei Wechselschaltern (Kippschalter). Der Kreuzschalter wird in die Wechselschaltung zwischengeschalten. Der Kreuzschalter weist vier Klemmen auf. Zwei Korrespondierenden der Wechselschalter muss man an den Pfeil Kontakten des Kreuzschalters anklemmen. Es kommt in Räumen mit drei Schalter zum Einsatz die unabhängig voneinander den Verbraucher ein oder ausschalten können.

Lichtschalter mit Tasterschaltung

Diese wird oft mit drei oder mehr Tastern betrieben. Diese Taster nennt man Wippschalter.  Der Taster hat in der einfachsten Form zwei Kontakte. Phasenklemme L oder P, Schaltkontaktklemme mit einem Pfeil oder Relais, der dann den Verbraucher schaltet. Doch oft kommt auch ein Taster mit N-Klemme zum Einsatz. Zusätzlich wird ein Neutralleiter angeschlossen. Er kommt in Räumen mit drei oder mehr Schaltstellen für einen Verbraucher zum Einsatz.

Lichtschalter mit Doppelwechselschaltung

Da der Doppelumschalter wie Serienschalter auch eine Doppelwippe als Wippschalter hat, werden die zwei oft miteinander verwechselt. Bei einer Doppelumwandlungsschaltung gibt es zwei Umwandlungsschaltungen. Diese wird verwendet, um zwischen zwei verschiedenen Benutzern zu wechseln, und es gibt insgesamt nur zwei Schalter (Schaltstellen). In einem Gerät befinden sich zwei Wechselschalter, die in einer Unterputz-Dose untergebracht werden.

Der Doppelumschalter hat sechs Anschlüsse. In einem Lichtschalter sind zwei Wechselschalter installiert. Daher hat der Kippschalter 1 drei Anschlussklemmen und der Wechselschalter 2 hat auch drei Anschlussklemmen.

Drähte nach den Farben unterscheiden

Um die Drähte nach der Bestimmung richtig unterscheiden zu können, sind Sie in verschiedene Farben verkleidet. Der Schutzleiter oder die Erdung (PE) ist der Regel nach immer grün. Der Nullleiter (N) führt den Strom zurück und ist immer blau. Je nach Bedarf können auch andere Drähte vorkommen, darunter braun, grau, rot.

Auch wenn Sie sich bestens mit Drähten auskennen, sollten Sie doch auf Nummer sicher gehen und immer mit einem Spannungsprüfer zuerst den Leiter überprüfen. Es kann auch durchaus ein Fehler bei der Installation vorgefallen sein. Außerdem war die Farbbestimmung nicht immer so wie jetzt. Da sie früher etwas anders war, ist es nicht ratsam, sich blind auf die Farben auf den Leitern zu verlassen.

Lichtschalter anschließen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Das nötige Werkzeug: Abisolierzange, Schraubendreher, zweipoliger Spannungsprüfer, Steckklemmen und der Schalter selbst.

Egal, welchen Schalter Sie anschließen möchten, die ersten Schritte sind immer gleich.

  1. Schalten Sie zuerst den Stromzufluss aus. Beginnen Sie nicht mit der Arbeit, bevor Sie sichergehen, dass in den Leitern kein Strom ist.
  2. Wenn kein Strom vorhanden ist, müssen Sie den alten Schalter entfernen, bevor sie den neuen Schalter anklemmen: den Rahmen entfernen und den Schalter herausnehmen, nachdem Sie ihn entfernt haben.
  3. Überprüfen Sie jetzt jeden einzelnen Leiter, um noch mal sicherzugehen, dass in den Leitern wirklich kein Strom ist.
  4. Nachdem Sie sich überzeugt haben, dass kein Strom fließt, ziehen Sie die Leiter etwas heraus. Wahrscheinlich müssen Sie sie kürzen und neu abisolieren (ca. 13 mm).
  5. Die Schutzleiter anklemmen, sodass sie zusammenhalten, und nach hinten in die Dose stecken.
  6. Auch die Nullleiter zusammenverbinden und in die Dose legen.

Bis hierhin ist das Verfahren immer gleich. Weiter wird es sich je nach Schalter unterscheiden.

Wechselschalter

  • Auf der Hinterseite des Schalters sind Öffnungen für die Leiter. Finden Sie diese. Sie können je nach Hersteller verschieden platziert sein.
  • In eine Öffnung, die mit L gekennzeichnet ist, stecken Sie die braune (oder schwarze) Phase. Wenn die Phase richtig eingesteckt ist, werden Sie das Einrasten hören oder fühlen.
  • In die gegenüberliegende Öffnung, die mit einem Pfeil (oder Ziffern) gekennzeichnet ist, stecken Sie die andere Phase. Auch hier sollen Sie das Einrasten mitbekommen.
  • Jetzt den Schalter an die Stelle bringen und zuschrauben. Setzen Sie anschließend den Rahmen und die Wippen ein.
  • Schalten Sie den Strom wieder ein und testen Sie gleich den Schalter.

Serienschalter

  • Hier werden Sie drei Phasen finden. Zwei, die den Strom zu den Lampen führen und eine, durch die der Stromzufluss bewirkt wird.
  • In die Öffnung mit der Kennzeichnung L stecken Sie die ankommende Phase, und in die zwei Öffnungen mit dem Pfeil befestigen Sie die zwei anderen Phasen, die sogenannten Lampendrähte. (Mit einem Spannungsprüfer können Sie feststellen, welcher Draht der ankommende ist, wenn Sie darin zweifeln.)
  • Zuletzt nur den Schalter einschrauben und den Rahmen und die Wippen richtig befestigen.

Kreuzschalter

  • Hier finden Sie vier gleichfarbige Drähte. Es gelangen in die Dose jeweils zwei aus der gleichen Richtung.
  • Schieben Sie alle vier in die Öffnungen, bis Sie das Einrasten hören oder fühlen.
  • Jetzt den Schalter anschließen, indem Sie ihn einsetzen und festschrauben und den Rahmen und die Wippen einsetzen.

Lampe anschließen

Überprüfen Sie zuerst die Sicherheitsvorkehrungen des Stromkreises.

Überlegen Sie dann, wofür die Lampe verwendet werden soll. Im schlimmsten Fall kann eine falsche Ausführung zu lebensgefährlichen Stromschlägen führen. Wenn man sich aber an die Sicherheitsregeln hält, muss man sich beim Anschließen des Lichtes keine großen Sorgen machen. Das ist zwar eine der einfachsten Elektroinstallationsaufgaben, aber das Lesen der Sicherheitshinweise ist dennoch sehr anzuraten.

Arbeiten an elektrischen Anlagen können lebensgefährlich sein. Wenn Sie also eine neue Lampe anschließen möchten, müssen Sie sich zunächst vor einem Stromschlag schützen. Manche denken, es gäbe keinen Strom, wenn das Licht ausgemacht ist, aber das reicht nicht. Überprüfen Sie mit einem Spannungsprüfer jede einzelne Leitung, bevor Sie sich an das Anschließen der Lampe machen. Entfernen Sie die Sicherung oder den FI-Schutzschalter im entsprechenden Bereich und schließen Sie ihn dann sicher wieder an. Verwenden Sie zum Beispiel Klebeband.

Steckdose anschließen

Achten Sie bei der Hausinstallation darauf, dass sich nicht zu viele Steckdosen am gleichen Stromkreis befinden. Es sollten etwa 4 bis 5 Doppelsteckdosen oder 6 bis 7 Einzelsteckdosen vorhanden sein. Alle Räume sollten zusätzlich gesichert werden. Die Stromquelle ab, an die sie später angeschlossen wird, muss abgedreht sein. Das Erste, was Sie beim Umrüsten tun sollten, ist es, die Sicherheitsmaßnahmen dieser Schaltung zu überprüfen.

Nachdem Sie mit einem Messgerät die Spannungsfreiheit sicherstellen, sollten Sie nur einen Stromkreis verwenden. Es reicht nicht, den Schalter am Schalterstromkreis zu drücken.

Es ist nicht geregelt, an welcher Seite der Dose der Außenleiter angeschlossen wird, da das Stecksystem keinen Verpolungsschutz besitzt. Sie sollten jedoch die bestehende Anordnung fortführen und für neu installierte Steckdosen verwenden.

Schlusswort

Achtung. Bei allen Stromarbeiten, wie hier beim Lichtschalter Anschließen, handelt es sich um potenziell lebensgefährliche Handlungen. Selbst die ausführlichste Schritt-für-Schritt-Anleitung kann manchmal nicht ausreichend sein. Rufen Sie bei dem kleinsten Zweifel lieber einen ausgebildeten Elektriker. Und wenn Sie sich doch für die eigenhändige Arbeit entscheiden, treffen Sie alle Sicherheitsvorkehrungen, bevor Sie in die Kabelwelt eingreifen.